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Urlaub im Sudetengebirge

Urlaub in der tschechischen Bergwelt

Das Sudetengebirge liegt in Polen und Tschechien sowie zu einem kleineren Teil in der sächsischen Lausitz. Der gesamte Gebirgszug ist 310 km lang und unterteilt sich in einzelne Teilgebirge wie das Riesengebirge, das Adlergebirge und das Isergebirge.

Riesengebirge

Das Riesengebirge ist der bekannteste Gebirgszug im Sudetengebirge. Hier findet sich die höchste Erhebung der gesamten Sudeten, die Schneekoppe (1602m). Die Schneekoppe teilen sich Polen und Tschechien: Die Grenze verläuft genau über den Gipfel. In 1400 m Höhe entspringt die Elbe.

Das Riesengebirge steht als Nationalpark unter besonderem Schutz. Große Teile sind außerdem UNESCO-Biosphärenreservat. Unterhalb der Baumgrenze ist in den vergangenen Jahren viel für eine ökologische Wiederaufforstung getan worden.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde das Riesengebirge Schneegebirge genannt. Wintersportler wissen die absolut schneesichere Region und die gut ausgebaute Infrastruktur zu schätzen.

Im Sommer lässt sich die Schönheit der subalpinen Landschaft hervorragend erwandern. Wanderwege sind gut markiert. Mountainbiker finden ebenfalls vielerorts ein perfektes Gelände. Entlang der vielen Flusstäler und im Gebirgsvorland sind gemütlichere Radtouren möglich.

Isergebirge

Bevor die Iser durch das Riesengebirge fließt, entspringt sie in dem Gebirge, dem sie den Namen gab: im Isergebirge. Die Gipfel im Isergebirge erreichen nicht ganz die Höhen wie im Riesengebirge. Dennoch ist auch diese Region schneesicher und seit vielen Jahren ein Wintersportzentrum. Sowohl Abfahrtsläufer als auch Langlauffreunde finden hier ideale Bedingungen.

Der Berg Smrk (deutsch: Tafelfichte) ist ein beliebtes Ziel für Gipfelstürmer. Schon der deutsche Dichter Theodor Körner war hier; ein Gedenkstein erinnert an ihn. Heute lockt der Smrk vor allem mit seinem 2002 errichteten neuen Aussichtsturm. Wer ihn erklommen hat, kann große Teile des Sudetengebirges überblicken: Von hier aus sieht man die Schneekoppe ebenso wie im Westen die Lausitzer Berge.

Der Ort Liberec ist ein beliebtes touristisches Ziel im Isergebirge. Hier kann man durch eine schöne Altstadt mit vielen erhaltenen Fachwerkhäusern schlendern. Eine Kabinenseilbahn fährt von Liberec aus auf den Berg Jested.

Adlergebirge

Das 50 km lange Adlergebirge liegt fast ausschließlich in Tschechien. Es verläuft langgestreckt auf etwa 1000 Metern Höhe. Der höchste Berg im Adlergebirge, die Deschneyer Großkoppe (1115 m) kann sogar mit dem Auto angesteuert werden.

Im gesamten Gebiet der tschechischen Sudeten zeugen Burgen, Kirchen und Schlösser von der Geschichte. Wildromantische Bergbäche und Stauseen laden im Sudetengebirge im Sommer zur Erfrischung ein.

Urlaub im Riesengebirge

Das Riesengebirge – Rübezahls verlorenes Reich
Landschaft im Riesengebirge

Spindleruv Mlyn © Ondravojta | Dreamstime.com

Mythen und Legenden ranken sich um das höchste und größte Bergmassiv Böhmens, dessen Hauptkamm sich in einer Länge von 36 km entlang der polnischen Grenze hinzieht. Lange Zeit stand das Riesengebirge (Krakonos) im Ruf der Unnahbarkeit, Nährboden für allerlei phantastische Geschichten. Die bis heute bekannteste Sagengestalt ist Rübezahl (Krakonos), der Herr der Berge, dessen Wohltaten und Streiche in schriftlicher Form erstmals im 17. Jh. in der „Daemonologia Rubinzalii Silesi“ des Leipziger Magisters Johannes Praetorius festgehalten wurde.

100 Jahre später fasste der Weimarer Gymnasialprofessor Karl August Musäus die Legenden in seinen „Volksmärchen der Deutschen“ poesievoll zusammen und beschrieb den Berggeist begeistert. Inzwischen müsste Rübezahl um sein verlorenes Paradies trauern, dem Massentourismus und Umweltsünden übel zugesetzt haben.

Im Jahr 1963 erfolgte jedoch die Schaffung des Nationalparks Riesengebirge mit einer Kernzone von 363 km² und weiteren 184 km² Schutzzone. Dass das Heer der Wanderer – das Limit der Belastungsfähigkeit ist durch den Bau immer neuer touristischer Einrichtungen längst erreicht – unwiederbringliche Schäden anrichtet und manche Gebiete zur Regenerierung auf Jahre gesperrt werden müssen, steht auf einem anderen Blatt.

Wandern im Riesengebirge

Das Riesengebirge und seine Ausläufer eignet sich hervorragend für längere Touren und Wanderungen, die sich je nach Zeit, Wetter, Lust und Laune auch über zwei Tage erstrecken können. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in allen genannten Orten. Abstecher führen in das bekannte Wintersportzentrum Spindleruv Mlyn, Spindlermühle, und in das kleine Bauerndorf Pecka mit einer interessanten Burg. Das Naturerlebnis steht jedoch im Vordergrund, die kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten lassen sich gleichsam im Vorbeifahren absolvieren.

Nicht erst in den vergangenen Jahren hat sich das von Nadelwäldern umgebene Bergstädtchen Harrachov, 680 m hoch, im Tal der Mumlava am westlichen Eingang zum Riesengebirge und nur wenige Autominuten vom Grenzübergang zu Polen entfernt, zu einem der bedeutendsten Fremdenverkehrszentren des Landes entwickelt. Ehe die Touristen in Scharen kamen, lebte die Bevölkerung vorwiegend von der 1712 errichteten Glashütte.

Skiurlaub

Im Riesengebirge stehen Langlauf-Loipen, Sprungschanzen und Abfahrtspisten aller Schwierigkeitsgrade mit entsprechenden Aufstiegshilfen den Freunden des Weißen Sports zur Verfügung. Vor allem der Skipark Malá Úpa, der Skipark Mlade Buky und der Skipark Prkenný Dul sind äußerst empfehlenswert.

Vrchlabí, einst Holzfäller- und Bergbausiedlung, heute ein Industriestädtchen, wartet am Markplatz mit einem hübschen Rennaissance-Rathaus. Wunderschön ist auch die Edelsteinschleifer-Stadt Turnov. Alte Schmuckstücke findet man im Museum des Böhmischen Paradieses.

Urlaub in Prag

Eine Reise in die Goldene Stadt Prag

Reich an eindrucksvollen Baudenkmälern und bedeutenden Kunstschätzen liegt Prag an der wunderschönen Moldau. Viele Literaten erblickten hier das Licht der Welt und heute ist Prag mit ihren rund 1,2 Millionen Einwohnern die Hauptstadt der Tschechischen Republik und das kulturelle Zentrum des Landes. Bereits im 14. Jahrhundert erstrahlte Prag neben Paris als eine der glanzvollsten Städte Europas.

Die Metropole beherbergt eine Vielzahl von Theatern, Galerien und anderen kulturellen Einrichtungen. Außerdem besitzt die Stadt einige sehr schöne Shoppingmeilen. Viele weltbekannte Sehenswürdigkeiten ziehen die Touristen aus aller Welt an.

Das milde Klima mit  atlantischen und kontinentalen Einflüssen lockt jedes Jahr unzählige Besucher zu einer Sightseeingtour nach Prag. Vor allem in den Sommermonaten, wenn die Sonne vom blauen Himmel lacht, wimmelt es vor Urlaubern. Wer die Stadt lieber in Ruhe entdecken möchte, sollte Prag im Winter besuchen. Wenn es kalt ist und Schnee liegt, ist mit Touristenströmen nicht zu rechnen und ein besonderer Charme liegt auf der Stadt. Mit ihren schmalen Gassen, den einzigartigen Plätzen und interessanten Sehenswürdigkeiten ist Prag bei Touristen aus aller Welt ein bevorzugtes Reiseziel.

Am linken Moldau-Ufer liegt die Prager Neustadt. Sie wurde vor etwa 600 Jahren errichtet. Der „Wenzelsplatz“ ist sowohl der Mittelpunkt als auch das Prachtstück der Neustadt. Er ist der größte Platz in Prag und war früher als „Pferdemarkt“ bekannt. Heute lädt die geschmackvolle Einkaufsmeile mit Geschäften, Cafés und Restaurants zu einem Bummel ein und in den Theatern, Kinos und Museen können Urlauber die kulturellen Veranstaltungen genießen.

Der „Wenzelsplatz“ eignet sich ausgezeichnet, um von hier aus zu einer Stadtbesichtigung aufzubrechen. Der historische Stadtkern wurde im Jahr 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und ist gut zu Fuß erreichbar. Hier befindet sich das „Altstädter Rathaus“ mit der astronomischen Uhr, der Barockbau der „Sankt-Nikolaus-Kirche“ sowie die „Teynkirche“ im gotischen Gewand. Reizvoll ist auch der spätgotische, 65 Meter hohe „Prager Pulverturm“ am Platz der Republik sowie das „Karolinum“.

Die Karlsbrücke über die Moldau ist ein Musterbeispiel mittelalterlicher Baukunst. Die Altstadt und die Kleinseite werden durch die Karlsbrücke miteinander verbunden. Die Steinbrücke über die Moldau hat eine Länge von 500 Metern und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Sie zieht Touristen, Künstler sowie Musiker und Souvenirhändler mit ihren Ständen gleichermaßen in ihren Bann. Da die Brücke für den Autoverkehr gesperrt ist, können Fußgänger in Ruhe die Atmosphäre und die fantastische Aussicht auf die „Prager Burg“ genießen.

Der gotische Veitsdom ist die Zentralkirche Prags und besitzt ein sehr sehenswertes Inneres. Der Hradschin (Burg) thront über der Stadt und scheint Prag zu beherrschen. Dort befindet sich das tschechische Parlament, sowie der Amtssitz des Präsidenten. Die Nerudagasse beherbergt eine Zahl kleiner Läden, wie sie in vergangenen Jahrhunderten üblich waren.Diese thront majestätisch auf dem Hradschin Berg. Die Burg gehört zu den Favoriten unter den Ausflugszielen. Sie wurde bereits im Jahr 880 gegründet und hinterlässt mit ihren vielen mittelalterlichen Gebäuden wie dem Kloster, der Kirche und dem Burgpalast einen unvergesslichen und bewundernswerten Eindruck.

Prag lässt sich nicht an einem Tag erkunden – die Stadt strotzt vor Sehenswürdigkeiten und verspricht ihren Gästen Urlaubstage voller Überraschungen.

Urlaub in Mährisch-Schlesien

Urlaub in der Region Mährisch-Schlesien

Mährisch-Schlesien ist geprägt vom gewaltigen Riesengebirge mit subalpinen Eindrücken: Gletscher, überraschende Bergseen und auf 1400 m Höhe die Quelle der Elbe. Über den Gipfel der Schneekoppe, des höchsten Berges der Sudeten und Tschechiens überhaupt (1602 m), verläuft die Grenze zu Polen.

Hier im Riesengebirge ist der Winter absolut schneesicher: Ein Eldorado für Wintersportler. Die Infrastruktur mit Liften und Unterkünften ist perfekt ausgebaut. Schon Goethe bestieg die Schneekoppe – und heute bietet das Riesengebirge auch dem Wintersportler alles, was er braucht. Harrachov, ehemals Harrachsdorf, ist einer der bekanntesten Wintersportorte in Mährisch-Schlesien. Der Ort wurde auch durch seine Skiflugschanze bekannt.

Aber auch Wanderer und Erholungssuchende finden in dieser Gebirgswelt den idealen Urlaub. Hier ist die Heimat von Rübezahl, dem mythischen Riesen. Die Region Mährisch-Schlesien bietet dem Blick Burgen, Ruinen, Schlösser, Kapellen und Aussichtsplattformen in mitten imposanter Natur. Es gilt Höhlen, Felsen und Wasserfälle zu entdecken. Gut ausgebaute Radwege und ideal erschlossenes Gelände auch für Mountainbiker sind hier zu finden.

Der Nationalpark Riesengebirge wurde von der UNESCO in das Biosphären-Programm M&B aufgenommen. Inmitten der für Osteuropa einzigartigen Tundra, zwischen Wiesen und Wäldern, stehen die einmaligen Bauden: urige Berghütten. Oder, Elbe und zahlreiche Nebenflüsse und Bäche durchkreuzen die Region.

Opava

Opava, ehemals Troppau, ist die historische Hauptstadt der Region Mährisch-Schlesien: Ein lebendiges Zentrum von Handel und Kultur. Hier steht das Schlesische Landesmuseum Besuchern offen, die sich für Geschichte interessieren.

Ostrava

Die heutige Metropole Mährisch-Schlesiens ist Ostrava, früher Ostrau. Ostrava ist immerhin die drittgrößte Stadt der Tschechischen Republik. In der Partnerstadt von Dresden befindet sich nicht nur eine Universität und eine angesehene Philharmonie, hier steht auch das Mährisch-Schlesische Nationaltheater. Ostrava ist das Tor zur Bernsteinstraße, ein Handelsweg, der seit dem Altertum von Nordsee und Ostsee bis zur Adria führte.

Český Těšín

Český Těšín (deutsch Teschen), eine zwischen Polen und Tschechien geteilte Grenzstadt, ist einer der hervorragendsten Wallfahrtorte der Tschechischen Republik. Eine 760 m lange Brücke führt nach Polen. Hier befindet man sich schon am Rande der Karpaten.

Frische Naturluft, unbekannte Aussichten und viel Einladung zu Bewegung machen hungrig. Die Küche von Mährisch-Schlesien ist deftig und geschmackvoll. Pilze, Klöße sowie deftige Braten von Gans und Wild warten auf den hungrigen Wanderer. Das tschechische Bier ist weltberühmt – und danach gibt´s vielleicht einen herrlichen Mohnkuchen.

Urlaub in Mähren

Ein Urlaub in einem Ferienhaus in Mähren kommt einer Reise in die Geschichte Tschechiens gleich. Im Osten der Republik gelegen, war Mähren bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. In seiner Geschichte war die Region sehr eng mit dem westlich gelegenen Böhmen verbunden.

Vom 16. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs geriet Mähren unter Habsburgerischer Herrschaft. Die Hauptstadt stellte dabei zunächst Olmütz dar, welche Mitte des 17. Jahrhunderts von Brünn abgelöst wurde.

Seit 1993 gehört die Region zu Tschechien und erfreut sich bei Touristen weltweit größter Beliebtheit. Diese sind regelmäßig von der wunderschönen Landschaft Mährens fasziniert, welche sich in einen Nord-, Mittel- und Südteil untergliedern lässt.

Nordmähren ist eine sehr bergige Region, die mit Wäldern überzogen ist und zudem mit Schluchten, Tropfsteinhöhlen, Seen, Bächen sowie zahlreichen Naturschutzgebieten zu beeindrucken weiß. Mittelmähren ist geprägt von historischen Dörfern und Städten, fruchtbaren Weidelandschaften, Burgen sowie Kur- und Wallfahrtsorten. Südmähren imponiert mit Brünn, der Hauptstadt der Region, verträumten Dörfern, Weinhängen und Obstbäumen.

Mähren – fantastische Sehenswürdigkeiten.

Neben herrlichen Landschaften eignet sich Mähren dank faszinierender Sehenswürdigkeiten auch hervorragend für einen Kultururlaub. Die ehemalige Hauptstadt Olomouc (deutsch: Olmütz) beispielsweise bietet ihren Besuchern eine Vielzahl an herrlichen Attraktionen. Im Zentrum der Stadt befindet sich mit dem „Caesar Brunnen“ eine der schönsten Attraktionen der Stadt. Im Jahre 1725 erbaut, stellt dieses wunderschöne Bauwerk den Kaiser Julius Caesar dar, der einer Legende zufolge für die Gründung der Stadt verantworlich war.

Am Unteren Marktplatz befindet sich mit der „Marienpestsäule“ ein weiteres Schmuckstück der Stadt. Die Säule ist unter anderem für die Statuen von acht Heiligen berühmt, die sich am Sockel befinden.

Auch mit einem Welterbe der UNESCO kann Olomouc ( Olmütz ) dienen. Hierzu sollten Besucher sich zur 35 Meter hohen „Säule der Heiligen Dreifaltigkeit“, dem Wahrzeichen der Stadt begeben. Auch der „Kathedrale des Heiligen Wenzels“ sollte durchaus ein Besuch abgestattet werden.

Die eher als Industriezentrum bekannte Stadt Zlin kann ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten vorweisen. Herrlich anzuschauen ist beispielsweise das Rathaus von Zlin, welches im 20. Jahrhundert erbaut wurde und mit einer schönen Aussenfassade zu imponieren weiß. Ferner verfügt die Stadt über mehrere Museen, zu denen unter anderem das „Bata Shoe Museum“ gehört.

Weiterhin sehenswert sind die römisch-katholische Kirche, die Sternwarte und die Burg. Wer mit der Familie anreist sollte unbedingt den berühmten „Zoo von Zlin“ besichtigen. Nebenbei eignet sich die Stadt dank Schwimmbädern, Eishallen, Tennisplätzen und einem überdimensionalen Fitness-Komplex hervorragend für einen Aktivurlaub.

Urlaub am Lipno-Stausee

Allgemeines
Lipno-Stausee

Frymburk © Pavel Kohout | Dreamstime.com

Im Südwesten der tschechischen Republik und an der Grenze zu Österreich liegt der Lipno-Stausee. In den Jahren 1959 und 1960 errichtet, soll der Lipno-Stausee Prag und umliegende Städte vor Hochwasser schützen. Mit seinem Volumen von 305 Millionen m³ und einer Gesamtfläche von ca. 4600 ha ist der Lipno-Stausee der größte Stausee in Tschechien. Ist er vollkommen gefüllt, erreicht er einen Pegel von 725 m. n. m.

Flora und Fauna

Der Lipno-Stausee liegt inmitten großer Fichtenwälder. Diese bieten nicht nur die Möglichkeit für landschaftlich interessante und faszinierende Spaziergänge, sondern auch zahlreichen Tierarten ein zu Hause. Mit etwas Glück lassen sich in den tschechischen Wäldern um Lipno Kramolin und Lipno nad Vltavou sogar Elche entdecken, welche seit einigen Jahrzenten dort wieder angesiedelt sind.

Klima

Das Klima in der Region unterscheidet sich charakteristisch von dem seiner Umgebung. Besonders bezeichnend sind die kurzen und kühleren Sommer. Empfehlenswert ist eine Reise in die Region daher in den Monaten Juli und August, in welchen eine angenehme Temperatur von 20 Grad Celsius erreicht wird. In der Region Lipno Kramolin und Lipno nad Vltavou steigen die Temperaturen jedoch zeitweise auf über 20 bis sogar 25 Grad.

Freizeitgestaltung

Der Lipno-Stausee und seine Umgebung bieten viele Möglichkeiten einer aktiven und individuellen Freizeitgestaltung. Ein Radweg führt um den gesamten Stausee, welcher auch bei Einheimischen sehr beliebt ist. Neben Aktivitäten wie Wandern und Baden kann man am Lipno-Stausee zudem rudern, segeln und surfen. Dank der besonders guten Wetter- und Wasserverhältnisse finden am Lipno-Stausee bereits seit vielen Jahrzehnten internationale Segelwettbewerbe statt. Ein Besuch ist jederzeit lohnenswert, denn zu diesen Zeiten zieht es besonders viele Nationalitäten an den See. Besonders beliebt sind die Orte Lipno Kramolin und Lipno nad Vltavou. Beide Orte sind beliebte Wintersportziele und bieten ganzjähriges Urlaubsvergnügen.

Wer den Lipno-Stausee besucht, sollte zudem unbedingt die kulinarischen Köstlichkeiten in einem der zahlreichen Restaurants probieren, die der See bereit hält. Die dort gefischten Karpfen, Forellen und Zander gehören unter Kennern zu den besten ganz Tschechiens. Für Angelfreunde bietet sich selbstverständlich auch die Möglichkeit, das Abendessen selbst zu fischen und die Angel auszuwerfen. Jährlich werden aus dem Lipno-Stausee Fischbestände im Wert von ca. 5 Millionen tschechische Kronen (ca. 180 000 Euro) gefischt.

Urlaub in Liberec

Urlauber, die ein Ferienhaus Liberec gebucht haben, kommen in den Genuss einer der wunderschönsten Landschaften und faszinierendsten Städte Tschechiens. Liberec mit seinen mehr als 100000 Einwohnern befindet sich im Norden des Landes und in unmittelbarer Nähe zu Deutschland und Polen. Die Stadt liegt eingebettet in einer herrlichen Landschaft, geprägt vom Isergebirge, Jeschkengebirge sowie der Lausitzer Neiße, die unter anderem durch Liberec fließt.

Dank der zahlreichen Gebirge eignet sich die Region hervorragend für lange Wanderungen. Im Winter erfährt Liberec dank großem Schneevorkommen regelmäßig Besucheranstürme von Wintersportlern aus allen Teilen der Erde.

Liberec – einzigartige Sehenswürdigkeiten

Dank der großen Anzahl einzigartiger Sehenswürdigkeiten eigent sich Liberec und Umgebung ideal für einen Kultururlaub. Als eine der schönsten Attraktionen gilt dabei das Rathaus. Dieses Ende des 19. Jahrhunderts erbaute architektonische Meisterwerk gilt als eines der schönsten europäischen Bauwerke der Neorenaissance und imponiert mit einer atemberaubenden Aussenfassade.

Ebenfalls sehenswert ist die neugotische „Kirche des Göttlichen Herzens des Herrn“, welche im Inneren mit einem großen Altar und der Statue des Göttlichen Herzens Jesu zu überzeugen weiß.

Ein Gotteshaus aus dem frühen 18. Jahrhundert können Besucher mit der „Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit“ in Vratislavice bestaunen. Das barocke Gebäude repräsentiert sowohl an der Aussenfassade als auch mit mehrern Gemälden im Inneren das Motiv der Heiligen Dreifaltigkeit.

Bei einem Spaziergang durch die Innestadt von Liberec werden Urlauber auch an dem wunderschönen „Kaffeehaus Post“ vorbeikommen, welches sehr stark an Wiener Kaffeehäuser erinnert. Hier können Gäste bei einem köstlichen Kaffee die herrliche Innenausstattung geprägt von überdimensionalen Spiegeln, vergoldetem Stuck und Kachelfußböden genießen.

Auf die ältesten Häuser der Stadt treffen Urlauber in der Windgasse. Hier befinden sich die wunderschönen Wallensteinhäuser, welche Ende des 17. Jahrhundert erbaut wurden und ursprünglich im Besitz von Handwerkern und Tuchmachern waren. Faszinierend sind dabei insbesondere die Aussenfassaden dieser sehr gut erhaltenen Fachwerkhäuser.

Für einen Ausflug mit der Familie lohnt sich ein Besuch des berühmten „Liberec Zoo“, welcher einst der älteste Zoo der ehemaligen Tschechoslowakei war. Hier können auf einem riesigen Gelände seltene Tierarten wie beispielsweise die Pferdeantilope, Seelöwe oder der chinesische Leopard besichtigt werden.

Insbesondere feminine Besucher geraten regelmäßig bei einer Besichtigung des „Botanischen Gartens von Liberec“ ins Schwärmen. Dieser imponiert mit der größten Seerose der Welt, sehr alten Kamelien, zahlreichen Orchideen und Kakteen sowie einem Meeresaquarium und einer Ausstellung von Süsswasserfischen.

Urlaub in Königgrätz

Ferien am Rande des Riesengebirges

Die tschechische Stadt Königgrätz (tschechisch: Hradec Králové; rund 95.000 Einwohner) liegt auf 235 m Höhe in den hügligen südlichen Ausläufern des Riesengebirges. Dieses Gebirge, das teils zu Polen, teils zu Tschechien gehört und dessen höchster Gipfel, die Schneekoppe (1.602 m) auch der höchste Berg Tschechiens ist, bietet Skisportlern eine lange, schneesichere Wintersportsaison mit wirklich kalten Temperaturen. Die Skigebiete – teilweise sehr gut auch für Anfänger geeignet – sind im europäischen Vergleich recht preisgünstig und aus deutscher Sicht oft noch Geheimtipps!

Als Urlaubsquartier ist Königgrätz auch in der Sommersaison auf jeden Fall zu empfehlen, denn es ist eine für Kulturfreunde interessante und verkehrsmäßig gut angebundene Stadt. Königgrätz ist wegen der Schlacht, die im Jahr 1866 hier zwischen Preußen und Österreichern stattgefunden hat, in die Geschichtsbücher eingegangen. Aber der Unterschied zwischen der Stadt aus den Geschichtsbüchern, die damals noch Festungsmauern hatte, und dem heutigen Hradec Králové könnte nicht größer sein! Die Stadt ist modern, hier finden jährlich Hip Hop- und Jazz-Festivals statt. Eine interessante Kunstausstellung bietet die „Galerie der Modernen Künste“ am Marktplatz. Viele öffentliche Gebäude und auch Privathäuser sind im Jugendstil erbaut worden. Geradezu postmodern wirkt das Gebäude des „Ostböhmischen Museums“. Aber auch ein mittelalterliches Bauwerk ist eine Besichtigung wert: Die Heilig-Geist-Kathedrale wurde zu Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut.

Im Sommer ist die Umgebung von Königgrätz ideal zum Wandern und Radfahren. Wer Wintersport treiben möchte, kann von hier aus verschiedene Skigebiete im Riesengebirge erreichen. Drei dieser Skigebiete seien hier kurz vorgestellt:

Für Anfänger zu empfehlen: der Skipark Prkenný Dul

Dieser Skipark mit Skischule befindet sich nah der Stadt Zacler (deutsch: Schatzlar). Im Skipark Prkenný Dul können Skiausrüstungen und Snowboards ausgeliehen werden. Die zum großen Teil für Anfänger geeigneten Abfahrtsstrecken werden wenn nötig künstlich beschneit. Zur Abwechslung können Pferdeschlittenfahrten gebucht werden. Auch Bowlingbahnen sind vorhanden.

Schöne Loipen für Langläufer: der Skipark Malá Úpa

Malá Úpa ist ein Ort nahe der polnischen Grenze. Der deutsche Name lautet Kleinaupa. Der Skipark Malá Úpa bietet für Abfahrtsläufer sechs Schlepplifte und insgesamt sechs Pisten (fünf leicht, eine mittelschwer). Besonders Skilangläufer kommen gern nach Malá Úpa, denn das Skigebiet bietet mehrere schöne Rundstrecken.

Auch die Riesengebirgsmagistrale, eine insgesamt 80 km lange Langlaufstrecke, führt vorbei. Hier, auf dem sehr schneesicheren Hauptkamm des Riesengebirges, können auch interessante Schneewanderungen unternommen werden, auch mit Abstechern über die polnische Grenze.

Spaß für Abfahrtsläufer und Snowboarder: der Skipark Mlade Buky

Das Dorf Mlade Buky liegt auf ungefähr 480 m Höhe, der Skipark Mlade Buky auf rund 550 bis 670 m Höhe. Ein Sessellift und acht Schlepplifte bringen die Abfahrtsläufer zum Ausgangspunkt der Pisten (insgesamt eine mittelschwere und neun leichte Pisten). Für Snowboarder steht eine Halfpipe zur Verfügung – und für alle eine Bar zum Aprés Ski!

Urlaub in Karlsbad

Die berühmten tschechischen Kurorte Karlsbad (tschechisch: Karlovy Vary, ca. 54.000 Einwohner) und Marienbad (Mariánsky Lázné, ca. 14.000 Einwohner) liegen in Westböhmen in einem idyllischen Hügelland am Rand des Erzgebirges. Hier, auf Höhen von rund 400 bis 1.000 m, ist der Sommer in der Regel nicht allzu heiß, der Winter lang und ziemlich schneesicher.

Kur und Sport in Karlsbad

Ein Urlaub in Karlsbad ist ideal für alle, die die glamouröse Atmosphäre eines traditionsreichen mitteleuropäischen Kurortes und zugleich Wellness und Entspannung genießen möchten. Eine Kur in Karlsbad ist das ganze Jahr über möglich. Das Mineralwasser von Karlsbad kann innerlich angewendet werden, z.B. bei Verdauungsstörungen oder Problemen mit Leber und Galle, oder auch äußerlich bei rheumatischen Erkrankungen. Zudem bieten die Kurkliniken auch Wellnessanwendungen an.

In und um Karlsbad sprudeln zahlreiche Mineralquellen. Die stärkste der Quellen – der „Sprudel“ – ist zugleich die spektakulärste Sehenswürdigkeit der Stadt. Die Quelle ist im Kurpark in einem Brunnen gefasst und tritt als 14 m hohe Fontäne an die Oberfläche.

Zu den schönsten Bauwerken der Stadt zählen die Kolonnaden, die an verschiedenen Stellen errichtet wurden, beispielsweise im Kurpark und am Marktplatz. Die Kirche „Maria Magdalena“, erbaut 1736 im Barockstil, und die russisch-orthodoxe Peter-und-Paul-Kirche prägen das historische Stadtbild.

Wer geruhsame Sportarten wie Wandern oder Golf mag, wird sich in Karlsbad wohlfühlen. Rund um die Stadt führen verschiedene Wanderwege. Ein schöner Spazierweg verläuft hinauf zum Aussichtsturm „Diana“ über der Stadt. Dort hinauf fährt aber auch eine Standseilbahn. In der abwechslungsreichen Landschaft um die Kurstadt sind vier Golfplätze angelegt worden.

Das Skizentrum Pernik

In der langen Wintersaison kommen natürlich viele Skisportler nach Karlsbad. Rund um die Stadt lässt es sich gut langlaufen. Aber viele Winterurlauber machen auch gern einmal einen Abstecher ins Erzgebirge hinein.

Ungefähr 28 km nördlich von Karlsbad liegt auf 840 m Höhe die kleine Erzgebirgsgemeinde Pernik (deutscher Name: Bärringen, rund 1.200 Einwohner). Eine familienfreundliche Skischule, das Skizentrum Pernik, lockt jeden Winter die Urlauber an. Hier können Anfänger jedes Alters Ski alpin oder Snowboarden erlernen. Vier Lifte sind vorhanden, und für Schlittschuhläufer ist mit einer künstlichen Eisfläche ebenfalls gesorgt.

Wellness und Wandern in und um Marienbad

Marienbad besitzt zahlreiche Mineralquellen. Eine Besonderheit der Kuranwendungen hier sind die Moorbäder.

Eine weitere Attraktion für Wellness-Gäste sind die Salzgrotten. Inzwischen sind in Marienbad drei Salzgrotten vorhanden, eine im Hotel „Krakonos“, eine in der Hlavni-Straße und eine im Hotel „Berlin“. Der Gast legt sich für 45 Minuten in die mit Steinsalz und Meersalz versetzte Luft der Grotte. Die Anwendung hilft z.B. bei Asthma, bei Allergien und Rheuma. Die Salzluft ist auch gut für Menschen mit Raucher- oder Staublunge.

Gesundheitsbewusste Gäste von Marienbad werden auch gern die eine oder andere Rundwanderung um die Stadt unternehmen wollen. Die Rundwanderwege sind gut ausgeschildert und führen an Aussichtspunkten, Quellen, Statuen, Denkmälern und anderen romantischen Plätzen vorbei.

Urlaub im Isergebirge

Das Isergebirge ist eines der kleineren tschechischen Mittelgebirge. Westlich des Riesengebirges gelegen, gehört das Isergebirge teils zu Polen, teils zu Tschechien. Die bedeutendsten Berggipfel des Gebirges sind 900 bis knapp über 1.100 m hoch, höchster tschechischer Gipfel des Isergebirges ist der Smrk mit 1.124 m Höhe. Der Name des Gebirges leitet sich vom Flüsschen Iser ab, das hier entspringt. Wanderer und Skiläufer kommen gern in das Isergebirge.

Harrachov am Isergebirge: ein Urlaubsort im Sommer und im Winter
Landschaft im Isergebirge

Jizera Berge © Jablko1 | Dreamstime.com

Einer der beliebten Ferienorte im Bereich des Isergebirges ist die kleine Stadt Harrachov (rund 1.600 Einwohner), die auf 665 m Höhe zwischen Riesengebirge und Isergebirge liegt und sogar eine Skiflugschanze besitzt. Abfahrtsläufer und Snowboarder können in der Wintersaison die zahlreichen Pisten um Harrachov benutzen.

Für Langläufer bietet die Umgebung der Stadt sehr gute Bedingungen. Insgesamt führen 108 km gespurte Loipen durch die Wälder rund um die Stadt. Verschiedene Touren sind ausgeschildert.

Auch das Schneewandern erfreut sich hier großer Beliebtheit. Im Sommer kommen hier Wanderer und Nordic Walker auf ihre Kosten. Schöne, wenig anstrengende Spazierwege führen zu Ausflugszielen nahe bei der Stadt, z.B. zu dem Wasserfall Mumlava. Auf etwas weiteren Wandertouren kommt der Wanderer an einsamen Hochmooren und romantischen Berghütten vorbei. Klettererfahrung und Bergsteigerausrüstung sind nicht notwendig.

Die Einwohner von Harrachov sind stolz auf die lange Tradition ihrer Stadt im Glasbläserhandwerk und im Bergbau. Während der Bergbau schon vor Jahren eingestellt wurde, ist das Glasbläserhandwerk noch lebendig. In der Glasfabrik „Novosad & syn“ dürfen Besucher den Produktionsprozess mitverfolgen und können auch Souvenirs aus Glas kaufen. Außerdem besitzt Harrachov ein großes Glasmuseum. An die Geschichte des Erzbergbaus in der Region erinnert das Harrachover Bergwerkmuseum. Für begeisterte Wintersportler wird auch das städtische Skimuseum von Interesse sein!

Ausflug nach Liberec

Wer sein Ferienquartier in Harrachov oder in einer anderen Gemeinde des Isergebirges hat, sollte einmal einen Tagesausflug in die Großstadt Liberec (Reichenberg, rund 105.000 Einwohner) unternehmen. Dort hat das Nordböhmische Museum seinen Sitz, das über Heimatkunde und Kunsthandwerk der Region informiert. Sehenswert ist das Rathaus von Liberec, das mit seinem Turm wie eine kleine Version des Wiener Rathauses wirkt. Es wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut.

Im Winter bietet das Skizentrum Liberec viel Abwechslung. Eine Kabinenbahn, Sessel- und Schlepplifte können pro Stunde über 10.000 Personen transportieren. Sieben mittelschwere, vier leichte und sogar eine schwere Piste werden allen Ansprüchen gerecht.