Wald- und Gebirgsregionen

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Hütte im Adlergebirge

©„Kašparova Chata mit“ von TimaskaEigenes Werk. Lizenziert unter CC0 über Wikimedia Commons.

Das Adlergebirge ist ein Höhenzug in Tschechien, der sich auf einer Höhe von etwa 1.000 Metern befindet und besonders bei Wanderfreunden sehr beliebt ist. Als Teil der Sudeten ist dieser Höhenzug etwa 50 Kilometer lang und zwischen drei und fünf Kilometer breit. Zudem bildet das Adlergebirge die Grenze zwischen Polen und Tschechien.

Höchste Erhebung mit einer Höhe von 1.115 Metern ist der Velká Deštná. Auch gibt es zahlreiche Naturschutzgebiete; diese sind besonders allen Naturfreunden zu empfehlen. Besonders bekannt ist das Naturschutzgebiet Bukačka. Hier charakteristisch sind die vielen Buchenwälder und Torfmoore. Zudem wird das Gebirge von zahlreichen Flüssen durchzogen; die bekanntesten sind Metuje und Zdobnice, doch auch andere kleine Wildbäche bieten ideale Bedingungen für Angler. Vor allem Forellen kann man in der Gegend gut fangen.

Das Adlergebirge- ideal für Wanderouren, Mountainbiking und Wintersport

Das Adlergebirge ist Aktivurlaubern bedingungslos zu empfehlen, denn im Sommer kann man hier nicht nur sehr gut wandern, auch Mountainbiker kommen hier voll auf ihre Kosten. In den Sommermonaten von Mai bis September fahren sogenannte Cyklobusse die Radtouristen in die Berge des Adlergebirges – so muss man sich nicht selber um den Transport der Räder kümmern. In den Wintermonaten wiederum ist das Adlergebirge mit seinen zahlreichen gut ausgebauten Pisten und Loipen ein Mekka für Wintersportler. Einer der bekanntesten Wintersportorte der Region ist das polnische Zieleniec; hier befinden sich mehr als 20 Skilifte.

Entdeckungstour zu Klöstern und Burgen im Adlergebirge

Doch auch kulturell interessierte Urlauber kommen in dieser schönen Gegend nicht zu kurz. Immerhin kann man hier unzählige Klöster und Kirchen erkunden. Auch Schlösser und Burgen gibt es im Adlergebirge etliche, ein besonders schönes Beispiel ist die Burg Litice aus dem 13. Jahrhundert.

Die schönsten Urlaubsorte im Adlergebirge: Deštné und Kraliky

Einer der bekanntesten Orte im Adlergebirge und Anziehungspunkt für die meisten Touristen ist Deštné. Hier befinden sich zum einen zahlreiche Hotels und Pensionen, auf der anderen Seite aber auch ausreichend Skilifte, um dem Wintersport zu frönen. Im Ort selbst lohnt eine Besichtigung der Barockkirche.

Ein weiterer lohnenswerter Ort ist Kraliky mit seinem Museum für Militärgeschichte und dem Muttergottesberg. Die hier befindliche Wallfahrtskirche sowie die Klosteranlage sind besonders bei Pilgerern ein beliebtes Ausflugsziel.

Riesige Hotelhochburgen wird man im Adlergebirge vergeblich suchen; vielmehr findet man hier kleine und familiär geführte Hotels. Diese machen einen Urlaub im Adlergebirge sehr angenehm. Wer es ganz individuell mag, bucht sich eine hübsche Ferienwohnung oder ein Ferienhaus im Adlergebirge.

Die Beskiden sind ein langgezogener Gebirgszug mit Nebengebirgen, dessen Hauptkamm sich über rund 600 Kilometer von Westen nach Osten, von Tschechien bis zur Ukraine zieht. Die höchste Erhebung des Beskidengebirges ist der Gipfel Hoverla in der Ukraine (2.060 m). Im tschechischen Teil der Beskiden sind manche Berge immerhin über 1.000 m hoch, z.B. der Smrk mit 1.276 m. Die tschechischen Beskiden liegen im äußersten Osten des Landes und sind recht dünn besiedelt. Hier sind preiswerte Ferien im Sommer zum Wandern und im Winter zum Skilaufen möglich.

Sommerurlaub in den tschechischen Beskiden: Wanderungen und interessante Ausflugsziele
Bergwiese in den Beskiden

Bergwiese © Falk – Fotolia.com

Wanderurlaub im Beskidengebirge bedeutet: wildromantische Natur und einsame Wanderwege zwischen kleinen Dörfern und Berghütten. Große Teile dieses Gebirges stehen unter Naturschutz, so dass interessante Pflanzenarten wachsen können wie beispielsweise Farne und Moose. Wer zur rechten Zeit kommt, kann Heidelbeeren und andere Beeren pflücken. Auch die Tierwelt ist vielfältig: Seltene Arten wie Luchs und Auerhahn finden in den Wäldern (meist Fichtenwälder) Rückzugsgebiete.

Über das Bergmassiv Smrk führen verschiedene Wanderwege. Die Kaskaden-Wasserfälle am Smrk sind 40 m hoch. Eine herrliche Aussicht bietet sich dem Wanderer, der den Berg Javorovy Vrch erstiegen hat (1.032 m). Dort oben steht eine Berghütte. Paraglider nutzen den Berg als Startplatz. Vom Dorf Pustevny aus führt eine Tour zum Berg Radhost. Wer in das kleine Dorf Pustevny kommt, sollte auch nicht versäumen, das Freilichtmuseum mit Holzgebäuden im slawischen Stil zu besuchen. In das Gebirgsdorf führt auch eine Seilbahn. Auch in dem kleinen Dorf Bila, das an der Grenze zur Slowakei liegt, sind interessante Gebäude zu besichtigen: eine Holzkirche (erbaut 1875) und ein Jagdschloss.

Winterurlaub in den tschechischen Beskiden: Skigebiete, die nicht jeder kennt

Die tschechischen Beskiden, wo im Winter kaltes Wetter und monatelange Schneesicherheit herrschen, sind als Wintersportziel aus deutscher Sicht noch ein Geheimtipp. Dabei sind hier im Vergleich zu den Alpenländern die Preise noch wirklich günstig! Verschiedene Skigebiete sind gut erschlossen und bisher vor allem bei tschechischen und polnischen Touristen bekannt.

Ein kleines, aber feines Skigebiet, auch für Anfänger und Familien mit Kindern gut geeignet, liegt beim Dof Bila auf ca. 500 – 750 m Höhe. Die Saison dauert von Dezember bis März. Ein Sessellift und drei Schlepplifte befördern die Abfahrtsläufer zu den Starts der insgesamt sieben Pisten (zwei mittelschwere, fünf leichte).Für Langläufer sind 60 km gespurte Loipen vorhanden.

Höher gelegen als Bila und auch größer ist das Skizentrum Pustevny (620 bis knapp 1.100 m). Es ist mit einem Sessellift und zehn Schleppliften ausgestattet. Fortgeschrittene können hier eine schwere und drei mittelschwere Pisten ausprobieren. Für die Anfänger sind sieben Pisten präpariert. Dazu sind Loipen von 55 km Länge vorhanden. Das Skizentrum bietet auch eine Skischule und einen Skiverleih.

Schloss Krivoklat in Böhmen

Krivoklat © Lianem | Dreamstime.com

Urlauber, die ein Ferienhaus in Böhmen gebucht haben, begeben sich in eine wunderschöne Region im Westen Tschechiens. Die Region Böhmen, zu der auch die Hauptstadt Prag gehört, lässt sich untergliedern in Nordböhmen, Mittelböhmen, Westböhmen, Pilsen sowie Südböhmen zu der auch der Lipno-Stausee gehört.

Böhmen verfügt über eine herrliche Landschaft, bei deren Anblick Urlauber regelmäßig ins Schwärmen geraten. Diese ist geprägt von zahlreichen Seen sowie großen Flüssen wie beispielsweise Moldau und Elbe. Zudem befinden sich in der Region riesige Waldgebiete, zu denen unter anderem das Riesengebirge, das Erzgebirge, der Böhmerwald und das Adlergebirge zählen. Auch zahlreiche Tiefebenen wie beispielsweise die Nimburger Ebene, Pardubitzer Ebene oder das Teplitz-Komotauer Becken kann Böhmen vorweisen.

Ein Urlaub in Böhmen kommt auch einer Entdeckungsreise kulinarischer Köstlichkeiten gleich. Eines der berühmtesten Gerichte sind die Böhmischen Hefeknödel, die auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Ebenfalls verkostet werden sollten der Krautstrudel mit Blutwurst, Sauerbraten, sowie das Wiener Schnitzel.

Ferienhaus Böhmen – faszinierendes Prag und weitere Sehenswürdigkeiten

Neben einer herrlichen Landschaft und köstlichen Gerichten, weiß Böhmen seine Besucher auch mit einzigartigen Sehenswürdigkeiten zu beeindrucken. Den ersten Anlaufpunkt für Touristen stellt dabei regelmäßig Prag, „die goldene Stadt“ dar. Hier sollte unbedingt der weltberühmten „Karlsbrücke“ ein Besuch abgestattet werden. Das Wahrzeichen der Stadt spannt sich mittels 16 Bögen auf wunderschöne Art und Weise über die Moldau.

Auch bei einer Besichtigung des Stadtteils Hradschin, in dem sich die „Prager Burg“ befindet, geraten Touristen regelmäßig ins Staunen. Hier gibt es Kunstschätze, Paläste, Gärten und Kirchen zu entdecken.

Für einen Einkaufsbummel eignet sich der herrliche „Wenzelsplatz“. Weiterhin sehenswert sind die faszinierenden Häuschen in dem „Goldenen Gässchen“, sowie der riesige „Altstädter Ring“.

In Mittelböhmen sollte unbedingt die Altstadt von Kuttenberg, ein Welterbe der UNESCO besichtigt werden. Hier können mit dem „Dom der heiligen Barbara“, dem „Welschen Hof“ und der „Kirche des heiligen Jakob“ faszinierende architektonische Meisterwerke bestaunt werden.

Bei einem Ausflug nach Nordböhmen sollte neben den zahlreichen Glasbläsereien der Region unbedingt der Stadt Liberec ein Besuch abgestattet werden. Diese verzaubert ihre Gäste mit einem herrlichen Rathaus, der neugotischen „Kirche des Göttlichen Herzens“ sowie der „Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit“.

Westböhmen und Südböhmen sind bekannt für die Kurorte Marianske Lazne, Konstantinovy Lazne, die herrlichen Zentren der Städte České Budějovice, Český Krumlov sowie das Schloss in Hluboká. Auch das südböhmische Gebiet um den Lipno-Stausee ist durchaus sehenswert.

Pardubice beeindruckt unter anderem mit mittelalterlichen Burgen aus dem 13. Jahrhundert. In Plzeň (deutsch: Pilsen) warten eine wunderschöne Parkanlage sowie die Westböhmische Galerie auf ihre Gäste.

Lange Geschichte, abwechslungsreiche Landschaft, einzigartige Tier- und Pflanzenwelt
Böhmerwald

© „PP Vltavský luh u Ovesné 03“ von KesuleEigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons.

Der Böhmerwald, auch das „Grüne Dach Europas“ genannt, ist eine rund 120 Kilometer lange Bergkette, die entlang der deutschen, tschechischen und österreichischen Grenze verläuft.

Wirtschaftliche Bedeutung erlangte das Gebiet des Böhmerwaldes bereits im Mittelalter durch die Glasherstellung. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte der Böhmerwald dann durch die Einführung des Bleikristalls einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung. Viele noch heute bestehende Dörfer gehen auf die Glashüttenstandorte des 18. Jahrhunderts zurück. Zahlreiche kulturelle Attraktionen tragen der Jahrhunderte alten Geschichte des Gebietes Rechnung: Galerien, Museen oder auch Burgen können bewundert werden.

Der Böhmerwald bietet darüber hinaus ein einmaliges Naturerlebnis: Hochebenen, Moore, Sümpfe oder auch Gletscherseen prägen das abwechslungsreiche Landschaftsbild. Eine ganz besondere Attraktion sind die Urwälder, die zu den ältesten Mitteleuropas gehören. In den urzeitlichen Mooren existieren noch immer wirbellose Lebewesen, einzigartige Relikte aus der Eiszeit. In der Böhmerwaldschule und dem Heilkräutergarten kann die außergewöhnliche Natur der Gebirgskette auf ganz besondere Weise erlebt werden.

Neben Rotwild und verschiedenen spezifischen Vogelarten, wie zum Beispiel Waldhühnern und diversen Eulen- und Spechtarten, ist seit 1980 auch wieder der Luchs in den Wäldern heimisch. „Nationalpark und Landschaftsschutzgebiet Böhmerwald“ schützen die artenreiche Flora und Fauna des Gebietes.

Der Lipno-Stausee – die Perle des Böhmerwaldes

In diesem Nationalpark befindet sich im Süden Böhmens der Lipno-Stausee, der im Jahr 1959 entstand. Der rund 44 Kilometer lange und 16 Kilometer breite Stausee am Oberlauf der Moldau, wurde zum Schutz der Region und auch flussabwärts gelegener Städte wie Prag und Budweis vor Hochwasser, errichtet. Der Lipno-Stausee bietet nicht nur zahlreichen Tierarten ein Zuhause. Aufgrund der hervorragenden touristischen Erschließung ist der See seit seinem Entstehen ein beliebtes Reiseziel zahlreicher Touristen. Sowohl Wassersportler als auch Wanderer oder Radfahrer kommen hier voll auf ihre Kosten. Aber nicht nur das Freizeitangebot bietet abwechslungsreiche und erholsame Urlaubstage, es sind auch zahlreiche Unterbringungsmöglichkeiten vorhanden.

Ski- und Winterurlaub im Böhmerwald

Auch für Wintersportler ist der Böhmerwald ein beliebtes Ziel. Das Skigebiet Lipno Kramolin im tschechischen Böhmerwald beispielsweise bietet leichte bis mittelschwere Pisten, die insbesondere für Familien und Anfänger gut geeignet sind. Dieses Wintersportparadies ist auch als Mekka für Langläufer bekannt. Für den Winterurlaub stehen im Gebiet Lipno Kramolin ebenfalls vielfältige Unterkünfte zur Verfügung.

Der Urlaub im Böhmerwald ist als Skiurlaub, Familienurlaub, Wanderurlaub oder auch Wellnessurlaub ein ganz besonderes Erlebnis. Dabei kann sowohl die Art des Urlaubs als auch die Unterbringung individuell gestaltet werden. Ob Ferienhaus, Ferienwohnung, Pension oder Hotel – für jedes Budget lässt sich die passende Unterbringung finden.

Die Böhmisch-Mährische Höhe, auch Böhmisch-Mährischer Rücken genannt, ist ein circa 200 Kilometer langer Höhenzug, der sich in nordöstlicher Richtung quer durch Tschechien zieht.

Die Böhmisch-Mährische Höhe beginnt in der Nähe des Waldviertels, in der Nähe der Stadt Tabor und sie endet in der Nähe der polnischen Grenze. Der reich bewaldete Höhenzug erstreckt sich über die gesamte Region Vysocina.

Das Gebiet ist nicht nur durch seine sanften Berge gekennzeichnet, es ist auch mit Seen übersät. Für den aktiven Urlauber bieten sich so die vielfältigsten Möglichkeiten.

Die Böhmisch-Mährische Höhe – in jeder Saison einen Besuch wert

Im Sommer eignet sich das Gebiet ideal zum Wandern, wie auch für den Wassersport und der 18- Loch Golfplatz in Telč ist sicher eine weitere Attraktion. Im Winter bieten sich die verschiedensten Skiresorts an.

Böhmisch-Mährische Höhe

© „Hulkovice“ von RailfortEigenes Werk. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.


Für alle Jahreszeiten gilt, dass sich der Aufenthalt auf der Böhmisch-Mährischen Höhe äußerst familienfreundlich gestalten kann. Die große Anzahl von erstklassigen Ferienwohnungen ist dafür nur ein Indiz. Wassersport und Wandern sind nahezu überall möglich und auch der Skisport ist hier familienfreundlich, da kein Berg höher als 900 Meter ist und ausgedehnte Langlauf Loipen, wie die neugestalteten Langlauf Ski Terrassen, der ganzen Familie Freude an der Bewegung in den verschneiten Wäldern bringen können.

Kunst und Kultur

Auch die Kultur kommt auf der Böhmisch-Mährischen Höhe nicht zu kurz. Die Region kann drei Einträge in das UNESCO Naturerbe aufweisen: die Kirche des hl. Johannes von Nepomuk bei Ždár nad Sázavou, die romanisch-gotische St.-Prokops-Basilika in Trěbič und das Renaissanceschloss in Telč. Zudem ist die Krippenkunst der ganzen Region äußerst bemerkenswert, wie auch die Glasbläser Kunst.

Jihlava

Jihlava ist das Zentrum der Region. Es bietet das Museum der Böhmisch-Mährischen Höhe, einen zoologischen Garten und vor allem das berühmte Katakombensystem.

Polna

In Polna warten Burg und Schloss auf die Besucher, die gotische Burganlage aus dem 13. Jahrhundert wurde erst kürzlich aufwändig saniert und erstrahlt wieder im alten Glanz.

Starkov

Eine weiteres lohnendes Ziel ist Starkov, das dortige Labyrinth mit Schluchten, bizarren Säulen und Höhlen bietet ein Wandervergnügen für die ganze Familie in beeindruckender Landschaft. Dies gilt auch für einen Ausflug ins Naturschutzgebiet von Ždárskévrchy.

Im Winter ist Nové Město na Moravě das bedeutendste Skigebiet, aber auch Křeměník und Čeřínek sind hochklassige Ski Resorts.

Ob nun Kultur oder die sportliche Betätigung in grandioser Landschaft das Ziel des Urlaubs sind, auf der Böhmisch-Mährischen Höhe findet sich mit Sicherheit der richtige Ort.

Sportliche Aktivitäten vor herrlicher Naturkulisse

Krusné Hory, wie das Erzgebirge auf Tschechisch heißt, erstreckt sich entlang der deutsch-tschechischen Grenze auf über 130 Kilometern zwischen Nejdek im Westen und Ústí nad Labem im Osten. Während es auf der deutschen Seite sanft ins Tiefland übergeht ist das Erzgebirge auf der tschechischen Seite steiler; hier erreicht der Gebirgszug mit dem 1244 Meter hohen Klinovec (Keilberg) seinen höchsten Gipfel.

Sommerurlaub im Erzgebirge: ausgezeichnete Möglichkeiten

Die landschaftlich schöne Region mit den Nadelwäldern und Hochtorfmooren ist im Sommer bei Wanderern und Mountainbikern beliebt. Ein umfangreiches Streckennetz ist ausgeschildert. Gelegenheit, sich einen Rundumblick zu verschaffen, bieten die zahlreichen Aussichtstürme.

Auf die Spuren der Vergangenheit kann sich der Urlauber in Ústí nad Labem heften und dort die barocke St. Adalbert-Kirche besichtigen, oder er kann die Burgruine Strékov (Schreckenstein) anschauen. Bei seinem Aufenthalt in Tschechien stößt der Besucher auf weitere interessante Festungen und Schlösser: Dazu gehören Cervený Hrádek (Schloss Rothenhaus) oder Horni Hrad (Schloss Hauenstein), das wenige Kilometer von der Stadt Chomutov entfernt liegt.

Naturfreunde und Sportler kommen im Sommer im Erzgebirge auf ihre Kosten, so führt der europäische Fernwanderweg E 3 und der Fernwanderweg Eisenach –Budapest durch die Region. Kurgäste, die sich in Franzensbad, Marienbad oder in Karlsbad aufhalten, nutzen gerne die Gelegenheit zu einem Abstecher in die wundervolle Landschaft des Erzgebirges. Vom Bergstädtchen Jáchymov aus überwindet ein Sessellift die 428 Höhenmeter zum Gipfel des Klinovec.

Wintersportangebot im Erzgebirge

Auch in punkto Wintersport hat sich das Erzgebirge etabliert. Das Angebot umfasst Sessel- und Schlepplifte, beleuchtete Abendpisten, Aprés-Skitreffs, Skiverleih, präparierte Loipen, Snowboardpark und Schlittenhügel.

Bozi Dar, auf 1028 Metern gelegen, ist das am höchsten gelegene Skidorf Zentraleuropas. Normalerweise leben knapp 200 Einwohner hier, für die Touristen stehen rund 1500 Betten zur Verfügung. Kein zehn Kilometer von Bozi Dar entfernt liegen zwei Skigebiete, Neklid und das Novako Ski Center.

Neklid steuern vor allem Snowboarder und geübtere Pistenfans an; sie können hier Abfahrten zwischen 350 und 1200 Metern Länge genießen.

Das Novako Ski Center ist für Anfänger, Senioren oder Familien mit Kindern optimal. Zu den Attraktionen im Novoka Ski Center zählt Snowtubing; hierbei bietet sich die Gelegenheit, mit aufgeblasenen Reifen die Piste hinunter zu rauschen.

Als weitere Wintersport-Region ist Abertamy (Abertham) zu nennen, eine ehemals königliche Bergbaustadt mit Silber- und Zinnbergbau. Wintersportler steuern in Tschechien auch Ziele wie Cinovec oder das Skizentrum Pernik an.

Das Isergebirge ist eines der kleineren tschechischen Mittelgebirge. Westlich des Riesengebirges gelegen, gehört das Isergebirge teils zu Polen, teils zu Tschechien. Die bedeutendsten Berggipfel des Gebirges sind 900 bis knapp über 1.100 m hoch, höchster tschechischer Gipfel des Isergebirges ist der Smrk mit 1.124 m Höhe. Der Name des Gebirges leitet sich vom Flüsschen Iser ab, das hier entspringt. Wanderer und Skiläufer kommen gern in das Isergebirge.

Harrachov am Isergebirge: ein Urlaubsort im Sommer und im Winter
Landschaft im Isergebirge

Jizera Berge © Jablko1 | Dreamstime.com

Einer der beliebten Ferienorte im Bereich des Isergebirges ist die kleine Stadt Harrachov (rund 1.600 Einwohner), die auf 665 m Höhe zwischen Riesengebirge und Isergebirge liegt und sogar eine Skiflugschanze besitzt. Abfahrtsläufer und Snowboarder können in der Wintersaison die zahlreichen Pisten um Harrachov benutzen.

Für Langläufer bietet die Umgebung der Stadt sehr gute Bedingungen. Insgesamt führen 108 km gespurte Loipen durch die Wälder rund um die Stadt. Verschiedene Touren sind ausgeschildert.

Auch das Schneewandern erfreut sich hier großer Beliebtheit. Im Sommer kommen hier Wanderer und Nordic Walker auf ihre Kosten. Schöne, wenig anstrengende Spazierwege führen zu Ausflugszielen nahe bei der Stadt, z.B. zu dem Wasserfall Mumlava. Auf etwas weiteren Wandertouren kommt der Wanderer an einsamen Hochmooren und romantischen Berghütten vorbei. Klettererfahrung und Bergsteigerausrüstung sind nicht notwendig.

Die Einwohner von Harrachov sind stolz auf die lange Tradition ihrer Stadt im Glasbläserhandwerk und im Bergbau. Während der Bergbau schon vor Jahren eingestellt wurde, ist das Glasbläserhandwerk noch lebendig. In der Glasfabrik „Novosad & syn“ dürfen Besucher den Produktionsprozess mitverfolgen und können auch Souvenirs aus Glas kaufen. Außerdem besitzt Harrachov ein großes Glasmuseum. An die Geschichte des Erzbergbaus in der Region erinnert das Harrachover Bergwerkmuseum. Für begeisterte Wintersportler wird auch das städtische Skimuseum von Interesse sein!

Ausflug nach Liberec

Wer sein Ferienquartier in Harrachov oder in einer anderen Gemeinde des Isergebirges hat, sollte einmal einen Tagesausflug in die Großstadt Liberec (Reichenberg, rund 105.000 Einwohner) unternehmen. Dort hat das Nordböhmische Museum seinen Sitz, das über Heimatkunde und Kunsthandwerk der Region informiert. Sehenswert ist das Rathaus von Liberec, das mit seinem Turm wie eine kleine Version des Wiener Rathauses wirkt. Es wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut.

Im Winter bietet das Skizentrum Liberec viel Abwechslung. Eine Kabinenbahn, Sessel- und Schlepplifte können pro Stunde über 10.000 Personen transportieren. Sieben mittelschwere, vier leichte und sogar eine schwere Piste werden allen Ansprüchen gerecht.

Ein Urlaub in einem Ferienhaus in Mähren kommt einer Reise in die Geschichte Tschechiens gleich. Im Osten der Republik gelegen, war Mähren bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. In seiner Geschichte war die Region sehr eng mit dem westlich gelegenen Böhmen verbunden.

Vom 16. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs geriet Mähren unter Habsburgerischer Herrschaft. Die Hauptstadt stellte dabei zunächst Olmütz dar, welche Mitte des 17. Jahrhunderts von Brünn abgelöst wurde.

Seit 1993 gehört die Region zu Tschechien und erfreut sich bei Touristen weltweit größter Beliebtheit. Diese sind regelmäßig von der wunderschönen Landschaft Mährens fasziniert, welche sich in einen Nord-, Mittel- und Südteil untergliedern lässt.

Nordmähren ist eine sehr bergige Region, die mit Wäldern überzogen ist und zudem mit Schluchten, Tropfsteinhöhlen, Seen, Bächen sowie zahlreichen Naturschutzgebieten zu beeindrucken weiß. Mittelmähren ist geprägt von historischen Dörfern und Städten, fruchtbaren Weidelandschaften, Burgen sowie Kur- und Wallfahrtsorten. Südmähren imponiert mit Brünn, der Hauptstadt der Region, verträumten Dörfern, Weinhängen und Obstbäumen.

Mähren – fantastische Sehenswürdigkeiten.

Neben herrlichen Landschaften eignet sich Mähren dank faszinierender Sehenswürdigkeiten auch hervorragend für einen Kultururlaub. Die ehemalige Hauptstadt Olomouc (deutsch: Olmütz) beispielsweise bietet ihren Besuchern eine Vielzahl an herrlichen Attraktionen. Im Zentrum der Stadt befindet sich mit dem „Caesar Brunnen“ eine der schönsten Attraktionen der Stadt. Im Jahre 1725 erbaut, stellt dieses wunderschöne Bauwerk den Kaiser Julius Caesar dar, der einer Legende zufolge für die Gründung der Stadt verantworlich war.

Am Unteren Marktplatz befindet sich mit der „Marienpestsäule“ ein weiteres Schmuckstück der Stadt. Die Säule ist unter anderem für die Statuen von acht Heiligen berühmt, die sich am Sockel befinden.

Auch mit einem Welterbe der UNESCO kann Olomouc ( Olmütz ) dienen. Hierzu sollten Besucher sich zur 35 Meter hohen „Säule der Heiligen Dreifaltigkeit“, dem Wahrzeichen der Stadt begeben. Auch der „Kathedrale des Heiligen Wenzels“ sollte durchaus ein Besuch abgestattet werden.

Die eher als Industriezentrum bekannte Stadt Zlin kann ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten vorweisen. Herrlich anzuschauen ist beispielsweise das Rathaus von Zlin, welches im 20. Jahrhundert erbaut wurde und mit einer schönen Aussenfassade zu imponieren weiß. Ferner verfügt die Stadt über mehrere Museen, zu denen unter anderem das „Bata Shoe Museum“ gehört.

Weiterhin sehenswert sind die römisch-katholische Kirche, die Sternwarte und die Burg. Wer mit der Familie anreist sollte unbedingt den berühmten „Zoo von Zlin“ besichtigen. Nebenbei eignet sich die Stadt dank Schwimmbädern, Eishallen, Tennisplätzen und einem überdimensionalen Fitness-Komplex hervorragend für einen Aktivurlaub.

Urlaub in der Region Mährisch-Schlesien

Mährisch-Schlesien ist geprägt vom gewaltigen Riesengebirge mit subalpinen Eindrücken: Gletscher, überraschende Bergseen und auf 1400 m Höhe die Quelle der Elbe. Über den Gipfel der Schneekoppe, des höchsten Berges der Sudeten und Tschechiens überhaupt (1602 m), verläuft die Grenze zu Polen.

Hier im Riesengebirge ist der Winter absolut schneesicher: Ein Eldorado für Wintersportler. Die Infrastruktur mit Liften und Unterkünften ist perfekt ausgebaut. Schon Goethe bestieg die Schneekoppe – und heute bietet das Riesengebirge auch dem Wintersportler alles, was er braucht. Harrachov, ehemals Harrachsdorf, ist einer der bekanntesten Wintersportorte in Mährisch-Schlesien. Der Ort wurde auch durch seine Skiflugschanze bekannt.

Aber auch Wanderer und Erholungssuchende finden in dieser Gebirgswelt den idealen Urlaub. Hier ist die Heimat von Rübezahl, dem mythischen Riesen. Die Region Mährisch-Schlesien bietet dem Blick Burgen, Ruinen, Schlösser, Kapellen und Aussichtsplattformen in mitten imposanter Natur. Es gilt Höhlen, Felsen und Wasserfälle zu entdecken. Gut ausgebaute Radwege und ideal erschlossenes Gelände auch für Mountainbiker sind hier zu finden.

Der Nationalpark Riesengebirge wurde von der UNESCO in das Biosphären-Programm M&B aufgenommen. Inmitten der für Osteuropa einzigartigen Tundra, zwischen Wiesen und Wäldern, stehen die einmaligen Bauden: urige Berghütten. Oder, Elbe und zahlreiche Nebenflüsse und Bäche durchkreuzen die Region.

Opava

Opava, ehemals Troppau, ist die historische Hauptstadt der Region Mährisch-Schlesien: Ein lebendiges Zentrum von Handel und Kultur. Hier steht das Schlesische Landesmuseum Besuchern offen, die sich für Geschichte interessieren.

Ostrava

Die heutige Metropole Mährisch-Schlesiens ist Ostrava, früher Ostrau. Ostrava ist immerhin die drittgrößte Stadt der Tschechischen Republik. In der Partnerstadt von Dresden befindet sich nicht nur eine Universität und eine angesehene Philharmonie, hier steht auch das Mährisch-Schlesische Nationaltheater. Ostrava ist das Tor zur Bernsteinstraße, ein Handelsweg, der seit dem Altertum von Nordsee und Ostsee bis zur Adria führte.

Český Těšín

Český Těšín (deutsch Teschen), eine zwischen Polen und Tschechien geteilte Grenzstadt, ist einer der hervorragendsten Wallfahrtorte der Tschechischen Republik. Eine 760 m lange Brücke führt nach Polen. Hier befindet man sich schon am Rande der Karpaten.

Frische Naturluft, unbekannte Aussichten und viel Einladung zu Bewegung machen hungrig. Die Küche von Mährisch-Schlesien ist deftig und geschmackvoll. Pilze, Klöße sowie deftige Braten von Gans und Wild warten auf den hungrigen Wanderer. Das tschechische Bier ist weltberühmt – und danach gibt´s vielleicht einen herrlichen Mohnkuchen.

Das Riesengebirge – Rübezahls verlorenes Reich
Landschaft im Riesengebirge

Spindleruv Mlyn © Ondravojta | Dreamstime.com

Mythen und Legenden ranken sich um das höchste und größte Bergmassiv Böhmens, dessen Hauptkamm sich in einer Länge von 36 km entlang der polnischen Grenze hinzieht. Lange Zeit stand das Riesengebirge (Krakonos) im Ruf der Unnahbarkeit, Nährboden für allerlei phantastische Geschichten. Die bis heute bekannteste Sagengestalt ist Rübezahl (Krakonos), der Herr der Berge, dessen Wohltaten und Streiche in schriftlicher Form erstmals im 17. Jh. in der „Daemonologia Rubinzalii Silesi“ des Leipziger Magisters Johannes Praetorius festgehalten wurde.

100 Jahre später fasste der Weimarer Gymnasialprofessor Karl August Musäus die Legenden in seinen „Volksmärchen der Deutschen“ poesievoll zusammen und beschrieb den Berggeist begeistert. Inzwischen müsste Rübezahl um sein verlorenes Paradies trauern, dem Massentourismus und Umweltsünden übel zugesetzt haben.

Im Jahr 1963 erfolgte jedoch die Schaffung des Nationalparks Riesengebirge mit einer Kernzone von 363 km² und weiteren 184 km² Schutzzone. Dass das Heer der Wanderer – das Limit der Belastungsfähigkeit ist durch den Bau immer neuer touristischer Einrichtungen längst erreicht – unwiederbringliche Schäden anrichtet und manche Gebiete zur Regenerierung auf Jahre gesperrt werden müssen, steht auf einem anderen Blatt.

Wandern im Riesengebirge

Das Riesengebirge und seine Ausläufer eignet sich hervorragend für längere Touren und Wanderungen, die sich je nach Zeit, Wetter, Lust und Laune auch über zwei Tage erstrecken können. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in allen genannten Orten. Abstecher führen in das bekannte Wintersportzentrum Spindleruv Mlyn, Spindlermühle, und in das kleine Bauerndorf Pecka mit einer interessanten Burg. Das Naturerlebnis steht jedoch im Vordergrund, die kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten lassen sich gleichsam im Vorbeifahren absolvieren.

Nicht erst in den vergangenen Jahren hat sich das von Nadelwäldern umgebene Bergstädtchen Harrachov, 680 m hoch, im Tal der Mumlava am westlichen Eingang zum Riesengebirge und nur wenige Autominuten vom Grenzübergang zu Polen entfernt, zu einem der bedeutendsten Fremdenverkehrszentren des Landes entwickelt. Ehe die Touristen in Scharen kamen, lebte die Bevölkerung vorwiegend von der 1712 errichteten Glashütte.

Skirulaub

Im Riesengebirge stehen Langlauf-Loipen, Sprungschanzen und Abfahrtspisten aller Schwierigkeitsgrade mit entsprechenden Aufstiegshilfen den Freunden des Weißen Sports zur Verfügung. Vor allem der Skipark Malá Úpa, der Skipark Mlade Buky und der Skipark Prkenný Dul sind äußerst empfehlenswert.

Vrchlabí, einst Holzfäller- und Bergbausiedlung, heute ein Industriestädtchen, wartet am Markplatz mit einem hübschen Rennaissance-Rathaus. Wunderschön ist auch die Edelsteinschleifer-Stadt Turnov. Alte Schmuckstücke findet man im Museum des Böhmischen Paradieses.